Besuch der KZ-Gedenkst├Ątte Dachau

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 24 Mar 2015
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"Dachau - die Bedeutung dieses Namens ist aus der deutschen Geschichte nicht auszulöschen. Er steht für alle Konzentrationslager, die Nationalsozialisten in ihrem Herrschaftsbereich errichtet haben." Mit diesen Worten von Eugen Kogon wird die Ausstellung in der heutigen KZ-Gedenkstätte Dachau eingeleitet. Am 22. März 1933, wenige Wochen nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, wurde in Dachau ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet. Es diente als Modell für alle späteren Konzentrationslager und als „Schule der Gewalt” für die Männer der SS, unter deren Herrschaft es stand. In den zwölf Jahren seines Bestehens waren hier und in zahlreichen Außenlagern über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. 41.500 wurden ermordet. Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen die Überlebenden. Die Erinnerung an dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte ist Bestandteil des WZG-Unterrichts, und um sich die schrecklichen Taten der Nationalsozialisten besser vorstellen zu können haben wir kürzlich, auch auf den Wusch der Schülerinnen und Schüler unserer Klassen 8 und 9, diese Gedenkstätte besucht. Ein Besuch, der uns allen in Erinnerung bleiben wird.

Maurice, Patrick und Jonas berichten: „Nach der Busfahrt ins ehemalige Dachauer Konzentrationslager gingen wir zusammen vom Busparkplatz ins KZ-Gelände. Nach einer kurzen Zeit kam unser Referent, Herr Björn Mensing. Nachdem wir uns begrüßt haben, sind wir in das Gelände hinein gegangen. Man kann es sich so vorstellen: Ein riesengroßer Platz, rechts von uns ein Museum, das nachträglich eingerichtet wurde und links von uns zwei neu erstellte aber originalgetreue Baracken. Unser Referent hat uns erstmal ins Museum geführt. Im Museum waren Bilder von alten Zeiten und verschiedene Modelle. Als wir alles durch hatten im Museum sind wir an Einzelzellen hinter dem Museum vorbeigegangen. Dort hat man Menschen eingesperrt für lange Zeit und wenn diese so fertig waren hat man ihnen einen Strick gegeben, das sie Selbstmord begehen können. Unser Referent hat uns dann in die Baracken geführt wo er uns erklärt hat wie die Menschen auf so wenig Platz geschlafen haben. Nach den Baracken sind wir zu den Gaskammern und dem Krematorium gegangen. Unser Referent hat uns den ganzen Ablauf erzählt. Dann hat sich unsere Führung dem Ende zugeneigt. Wir haben noch alle gemeinsam in einer kleinen Kirche auf dem Gelände über unseren Tag nachgedacht und eine Kerze für die Verstorbenen angezündet.“

Thorsten Bröckel, Maurice Schneider, Patrick Tanasescu, Jonas Reschl

Zuletzt geändert am: 24 Mar 2015 um 11:04

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